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(zu alt für eine Antwort)
Holger
2012-03-17 02:23:05 UTC
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Raw Message
Ich habe mir diese defekten Laufwerke angesehen. Der Laser funktioniert,
der Kopf wird auf die innere Spur gefahren, dann blitzt der Laser kurz
auf, aber es werden keine Daten erkannt. In Betracht kommen für mich die
folgenden Fehlerquellen:

1. Fokussierung stimmt nicht mehr.
2. Spindel dreht sich zu langsam.
3. Laser hat nicht genügend Leistung.
4. Verschmutzungen.

Zu Punkt Vier kann ich sagen, daß ich den filigranen Kopf nicht
auseinanderbauen wollte. So konnte ich die Linse nur oberhalb mit einem
Wattestäbchen reinigen, obwohl andererseits keine Eintrübung zu erkennen
war. Auch, wenn sich nun die Wiederbelebung der Laufwerke nicht wirklich
lohnt, würden mich dennoch Erfahrungsberichte mit entsprechenden
Versuchen interessieren. Vielleicht läßt sich der Kram ja doch retten,
wäre interessant.

Holger
Marcel Müller
2012-03-17 09:30:16 UTC
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Raw Message
Post by Holger
Ich habe mir diese defekten Laufwerke angesehen. Der Laser funktioniert,
der Kopf wird auf die innere Spur gefahren, dann blitzt der Laser kurz
auf, aber es werden keine Daten erkannt. In Betracht kommen für mich die
1. Fokussierung stimmt nicht mehr.
Die Fokusierung wird ständig automatisch geregelt. Aber die Steuerung
kann natürlich matsch sein. In der Regel ist das aber schon ein
Folgefehler eines nicht vorhandenen oder nicht Detektierten
Response-Signals.

Normalerweise sollte man das sehen können. Nach dem Einlegen eines
Mediums fährt die Linse ein, zwei mal hoch und runter, bis sie auf einer
Höhe einrastet. Dann ist Fokussiert.
Post by Holger
2. Spindel dreht sich zu langsam.
Während des Fokusierens ist die Drehzahl noch egal. Matschige Motoren
kommen aber durchaus vor. Z.B. Bürsten abgeschliffen oder Abrieb
zwischen den Kommutatorsegmenten. Dann lässt sich die Drehzahl nicht
mehr gescheit regeln.
Post by Holger
3. Laser hat nicht genügend Leistung.
Bei Brennern keine Option. Die Leistung ist geregelt und beim Lesen um
eine Größenordnung langsamer als beim Schreiben. Es würde also bei
weitem zuerst das Brennen nicht mehr gehen.
Post by Holger
4. Verschmutzungen.
Das kommt vor. Allen voran bei Rauchern ist es nur eine Frage der Zeit.
Post by Holger
Zu Punkt Vier kann ich sagen, daß ich den filigranen Kopf nicht
auseinanderbauen wollte.
Gute Idee. Das schwarze Deckelchen kannst Du noch abpulen, aber wenn Du
erst mal optische Elemente demontiert hast, bekommst Du das Ding nie
wieder korrekt zusammen.
Post by Holger
So konnte ich die Linse nur oberhalb mit einem
Wattestäbchen reinigen, obwohl andererseits keine Eintrübung zu erkennen
war.
Falls wirklich Schmutz darauf war, ist er jetzt eher noch verschmiert.
Da muss man schon mit Rückstandsfreien Reinigungsmethoden ran. Z.B.
Aceton und danach noch einmal ein trockenes Stäbchen auf der Linse
drehen, um den Rest aufzunehmen. Achtung! Aceton reinigt zwar die Linse
gut aber es frisst den schwarzen Kunststoff des Pickups an. Also bitte
/nur/ auf die Linse.
Es sei fairerweise angemerkt, dass ich in einem einzigen Fall mal einen
CD-Player hatte, bei dem die Reinigung mit Aceton die Entspiegelung von
der Linse abgewaschen hat. Der war danach natürlich endgültig hin.
Ansonsten ließ sich aber manches mit Rauch geteerte Gerät für eine Weile
wiederbeleben. Ob Player, CD-ROM oder Brenner.
Post by Holger
Auch, wenn sich nun die Wiederbelebung der Laufwerke nicht wirklich
lohnt, würden mich dennoch Erfahrungsberichte mit entsprechenden
Versuchen interessieren. Vielleicht läßt sich der Kram ja doch retten,
wäre interessant.
Bei alten, guten Laufwerken lohnt es sich u.U. schon, weil z.B.
praktisch keine Laufwerke mehr produziert werden, die gut und schnell
CDDA können.
Normalerweise mache ich einmal die Aceton-Kur und wenn das nicht reicht
->Tonne.


Marcel
Burkhard Schultheis
2012-03-17 11:23:31 UTC
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Raw Message
Post by Marcel Müller
Bei alten, guten Laufwerken lohnt es sich u.U. schon, weil z.B.
praktisch keine Laufwerke mehr produziert werden, die gut und schnell
CDDA können.
Zumindest ein Laufwerk wird noch produziert, das exzellent ADAC kann:
Plextor L890SAH. EAC rennt damit wie mit dem guten, alten PX40Ist mit
20-facher Geschwindigkeit beim sicheren Auslesen! Vielleicht kann das ja
auch das Litern-Laufwerk, von dem das Plextor abstammt, aber vom Plextor
weiß ich das halt definitiv.

Grüße
Burkhard
--
Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne
Naturwissenschaft ist blind.
Albert Einstein
Burkhard Schultheis
2012-03-17 11:25:00 UTC
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Raw Message
Post by Marcel Müller
Bei alten, guten Laufwerken lohnt es sich u.U. schon, weil z.B.
praktisch keine Laufwerke mehr produziert werden, die gut und schnell
CDDA können.
sollte natürlich CDDA heißen! Die blöde Rechtschreibkorrektur wusste es
besser und ich habe falsch geklickt! ;-)

Grüße
Burkhard
--
Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne
Naturwissenschaft ist blind.
Albert Einstein
Lutz Guettler
2012-03-18 12:13:19 UTC
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Raw Message
Post by Burkhard Schultheis
Post by Marcel Müller
Bei alten, guten Laufwerken lohnt es sich u.U. schon, weil z.B.
praktisch keine Laufwerke mehr produziert werden, die gut und schnell
CDDA können.
sollte natürlich CDDA heißen! Die blöde Rechtschreibkorrektur wusste es
besser und ich habe falsch geklickt! ;-)
Schade! Ich hab's für einen Witz gehalten. ;-)

Gruß, Lutz
Christoph Maercker
2012-03-19 08:45:34 UTC
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Raw Message
Lutz Guettler wrote:
[ADAC vs. CDDA]
Post by Lutz Guettler
Schade! Ich hab's für einen Witz gehalten. ;-)
Mit der Erklärung, wer bzw. *was* den Freudschen Versprecher produziert
hat, ist es erst ein Witz geworden.
--
CU Christoph Maercker.
Michael Paul
2012-03-20 13:24:42 UTC
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Raw Message
Post by Burkhard Schultheis
Post by Marcel Müller
Bei alten, guten Laufwerken lohnt es sich u.U. schon, weil z.B.
praktisch keine Laufwerke mehr produziert werden, die gut und schnell
CDDA können.
sollte natürlich CDDA heißen!
Nicht AC/DC?
;o)

Michael
Arnim Eisenblaetter
2012-03-18 11:48:12 UTC
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Raw Message
Post by Marcel Müller
Post by Holger
Ich habe mir diese defekten Laufwerke angesehen. Der Laser funktioniert,
der Kopf wird auf die innere Spur gefahren, dann blitzt der Laser kurz
auf, aber es werden keine Daten erkannt. In Betracht kommen für mich die
1. Fokussierung stimmt nicht mehr.
Exakt.
Post by Marcel Müller
Die Fokusierung wird ständig automatisch geregelt. Aber die Steuerung
kann natürlich matsch sein. In der Regel ist das aber schon ein
Folgefehler eines nicht vorhandenen oder nicht Detektierten
Response-Signals.
Normalerweise sollte man das sehen können. Nach dem Einlegen eines
Mediums fährt die Linse ein, zwei mal hoch und runter, bis sie auf einer
Höhe einrastet. Dann ist Fokussiert.
Post by Holger
2. Spindel dreht sich zu langsam.
Während des Fokusierens ist die Drehzahl noch egal.
In der Regel wird der Spindelmotor bei nicht erfolgreichem Focus Search
gar nicht erst gestartet.
Post by Marcel Müller
Matschige Motoren kommen aber durchaus vor. Z.B. Bürsten abgeschliffen oder Abrieb
zwischen den Kommutatorsegmenten. Dann lässt sich die Drehzahl nicht
mehr gescheit regeln.
Spindelmotoren sind in aller Regel Servomotoren und damit Bürstenlos.
Ausgefallene Segmente kommen aber durchaus vor.
Post by Marcel Müller
Post by Holger
So konnte ich die Linse nur oberhalb mit einem
Wattestäbchen reinigen, obwohl andererseits keine Eintrübung zu erkennen
war.
Falls wirklich Schmutz darauf war, ist er jetzt eher noch verschmiert.
Da muss man schon mit Rückstandsfreien Reinigungsmethoden ran. Z.B.
Aceton
Brrr...Bei den weit verbreiteten Kunstofflinsen keine gute Idee.

In den Servicecentern eines sehr großen japanischen Herstellers und den
daran angeschlossenen Werkstätten für ca. 60% der restlichen japanischen
Unterhaltungselektronik gibt's nur eines: Ordinären Glasreiniger. Wenn
das nicht reicht, PU wechseln.
(Ja, das ist *ganz* sicher so.)
Post by Marcel Müller
Post by Holger
Auch, wenn sich nun die Wiederbelebung der Laufwerke nicht wirklich
lohnt, würden mich dennoch Erfahrungsberichte mit entsprechenden
Versuchen interessieren. Vielleicht läßt sich der Kram ja doch retten,
wäre interessant.
Bei alten, guten Laufwerken lohnt es sich u.U. schon, weil z.B.
praktisch keine Laufwerke mehr produziert werden, die gut und schnell
CDDA können.
Plextor L890SA.

Arnim
Marcel Müller
2012-03-18 12:21:36 UTC
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Raw Message
Hallo!
Post by Arnim Eisenblaetter
Post by Marcel Müller
Post by Holger
2. Spindel dreht sich zu langsam.
Während des Fokusierens ist die Drehzahl noch egal.
In der Regel wird der Spindelmotor bei nicht erfolgreichem Focus Search
gar nicht erst gestartet.
Bei einem CD-ROM habe ich es schon anders gesehen. Wie viel oder wenig
Sinn das auch immer ergibt. Die CD wurde erst mal (langsam) gedreht,
dann Fokus, dann Gas geben.
Post by Arnim Eisenblaetter
Post by Marcel Müller
Falls wirklich Schmutz darauf war, ist er jetzt eher noch verschmiert.
Da muss man schon mit Rückstandsfreien Reinigungsmethoden ran. Z.B.
Aceton
Brrr...Bei den weit verbreiteten Kunstofflinsen keine gute Idee.
Die Kunststoffe, die optisch einigermaßen etwas können, sind in der
Regel nicht ohne weiteres in gängigen organischen Lösungsmitteln lösbar.
Es mag Ausnahmen geben.
Post by Arnim Eisenblaetter
In den Servicecentern eines sehr großen japanischen Herstellers und den
daran angeschlossenen Werkstätten für ca. 60% der restlichen japanischen
Unterhaltungselektronik gibt's nur eines: Ordinären Glasreiniger. Wenn
das nicht reicht, PU wechseln.
(Ja, das ist *ganz* sicher so.)
Logisch, die haben ja auch ein anderes Ziel. Entweder ist es eine
Garatiereparatur, dann müssen sie ein einwandfrei funktionierendes Gerät
abgeben, oder es ist ein Kundenauftrag, dann spielt Geld bekanntlich
keine Rolle.
Als Privatmann geht es darum, ein bereits totes Gerät noch ein wenig in
die Verlängerung zu schicken. Da hat man nichts mehr zu verlieren. Und
bei Teerablagerungen von Rauchern kommt man mit Glasreiniger nicht weit.
Jedenfalls nicht mit einer Andruckkraft, die die fragile
Linsenaufhängung überlebt.
Post by Arnim Eisenblaetter
Post by Marcel Müller
Bei alten, guten Laufwerken lohnt es sich u.U. schon, weil z.B.
praktisch keine Laufwerke mehr produziert werden, die gut und schnell
CDDA können.
Plextor L890SA.
Hmm, das wurde jetzt schon zweimal genannt. Genau das Modell kenne ich
selbst nicht. Aber über diesen LiteOn-Klon von Plextor habe ich durchaus
auch schon schlechtes gehört. Irgendwann hatten die ihn in der c't mal
in der Kur. Mit dem Ergebnis, dass wohl kaum ein Unterschied zu den
LiteOns bestand. Fairerweise sei angemerkt, dass letztere noch mit zu
den brauchbarsten Aspiranten in der Disziplin gehören.


Marcel
Burkhard Schultheis
2012-03-18 19:22:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marcel Müller
Hallo!
Post by Arnim Eisenblaetter
Plextor L890SA.
Hmm, das wurde jetzt schon zweimal genannt. Genau das Modell kenne ich
selbst nicht. Aber über diesen LiteOn-Klon von Plextor habe ich durchaus
auch schon schlechtes gehört. Irgendwann hatten die ihn in der c't mal
in der Kur. Mit dem Ergebnis, dass wohl kaum ein Unterschied zu den
LiteOns bestand. Fairerweise sei angemerkt, dass letztere noch mit zu
den brauchbarsten Aspiranten in der Disziplin gehören.
Mein Reden. Ich habe den Plextor L890SA nun seit 2 Monaten und bin immer
noch begeistert! Schreibt sehr gut, sogar bei Höchsttempo noch mit
niedrigen Fehlerraten auf DVD+R von Taiyo Yuden. Ebenso CDs. Und liest
eben Audio-CDs mit EAC genauso schnell wie das alte PX-40! Und ich hatte
gedacht, dass ich nie wieder ein Laufwerk kaufen könnte, das so schnell
auslesen kann. Allerdings schwächelte mein PX-40 in der letzten Zeit
etwas. Aber sowohl der Premium als auch 755 und 760 waren wesentlich
langsamer! Wenn du einen sehr guten Allrounder brauchst, der auch bei
CDDA die beste Figur abgibt, dann besorg dir den L890SA!

Grüße
Burkhard
--
Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne
Naturwissenschaft ist blind.
Albert Einstein
Christian Potzinger
2012-03-18 20:03:34 UTC
Permalink
Raw Message
Und ich hatte gedacht, dass ich nie wieder ein Laufwerk
kaufen könnte, das so schnell auslesen kann.
Aber nur, wenn man das PX-40 (hatte ich selber auch mal) als
Referenz hernimmt. _Dafür_ hatte ich das Kenwood True X 72x,
dagegen war das PX-40 eine lahme Schnecke ohne Schleim ;)
--
ryl: G'Kar
Peter Sauter
2012-03-19 04:55:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marcel Müller
Hallo!
Hallo
Post by Marcel Müller
Post by Arnim Eisenblaetter
Post by Marcel Müller
Falls wirklich Schmutz darauf war, ist er jetzt eher noch verschmiert.
Da muss man schon mit Rückstandsfreien Reinigungsmethoden ran. Z.B.
Aceton
Brrr...Bei den weit verbreiteten Kunstofflinsen keine gute Idee.
Die Kunststoffe, die optisch einigermaßen etwas können, sind in der
Regel nicht ohne weiteres in gängigen organischen Lösungsmitteln lösbar.
Es mag Ausnahmen geben.
Man kann dies einfach vermeiden in dem man passende Lösungsmittel wie
100% Isopropanol
verwendet die keine Kunststoffe angreifen.
Christoph Maercker
2012-03-19 08:49:56 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Sauter
Man kann dies einfach vermeiden in dem man passende Lösungsmittel wie
100% Isopropanol verwendet die keine Kunststoffe angreifen.
Welche Vorteile hat Isopropanol übrigens gegenüber dem verwandten
Ethanol? Letzteres habe ich in Form von Spiritus vorrätig.
--
CU Christoph Maercker.
Christoph Schmees
2012-03-19 16:48:57 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christoph Maercker
Post by Peter Sauter
Man kann dies einfach vermeiden in dem man passende
Lösungsmittel wie
100% Isopropanol verwendet die keine Kunststoffe angreifen.
Welche Vorteile hat Isopropanol übrigens gegenüber dem verwandten
Ethanol? Letzteres habe ich in Form von Spiritus vorrätig.
Rate mal, weshalb die Ärzte zum Reinigen der Haut (z.B. vor
Einstichen) nicht Spiritus, sondern Isoprop nehmen?
Die Lösung: Deine Nase wird es dir verraten. :-)

Christoph
--
email:
nurfuerspam -> gmx
de -> net
Christoph Maercker
2012-03-20 15:28:13 UTC
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Raw Message
Rate mal, weshalb die Ärzte zum Reinigen der Haut (z.B. vor Einstichen)
nicht Spiritus, sondern Isoprop nehmen?
Wegen der Vergällungsmittel im Spiritus?
Die Lösung: Deine Nase wird es dir verraten. :-)
Der Geruch wird vor allem vom Vergällungsmittel bestimmt, deshalb obige
Frage. Bei Spiritus sind mir Benzin oder Kampfer für diesen Zweck
bekannt. Mindestens Benzin löst manche Kunststoffe, aber sind
Konzentrationen von wenigen Prozent wie im Spiritus da schon kritisch?
Andererseits gibt es Laboralkohol, den bekommt man nur nicht so einfach. ;-)
--
CU Christoph Maercker.
Günther Dietrich
2012-03-19 17:24:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christoph Maercker
Post by Peter Sauter
Man kann dies einfach vermeiden in dem man passende Lösungsmittel wie
100% Isopropanol verwendet die keine Kunststoffe angreifen.
Welche Vorteile hat Isopropanol übrigens gegenüber dem verwandten
Ethanol? Letzteres habe ich in Form von Spiritus vorrätig.
Optische Linsen, wenn sie nicht aus Glas bestehen, werden gerne aus PMMA
(aka Plexiglas) hergestellt. PMMA neigt beim Kontakt mit diversen
Substanzen, z.B. manchen Alkoholen, speziell Ethanol, zur Craquelierung.
So weit ich weiß, trifft das auch auf Isopropanol zu, allerdings ist da
der Effekt weitaus geringer als bei Ethanol.

Insofern hat im gegebenen Fall Isopropanol gegenüber Ethano den Vorteil,
dass die Wahrscheinlichkeit, dass die gereinigte Linse zerbröselt, viel
geringer ist.



Grüße,

Günther
Christoph Maercker
2012-03-20 15:29:47 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Günther Dietrich
Optische Linsen, wenn sie nicht aus Glas bestehen, werden gerne aus PMMA
(aka Plexiglas) hergestellt. PMMA neigt beim Kontakt mit diversen
Substanzen, z.B. manchen Alkoholen, speziell Ethanol, zur Craquelierung.
So weit ich weiß, trifft das auch auf Isopropanol zu, allerdings ist da
der Effekt weitaus geringer als bei Ethanol.
Insofern hat im gegebenen Fall Isopropanol gegenüber Ethano den Vorteil,
dass die Wahrscheinlichkeit, dass die gereinigte Linse zerbröselt, viel
geringer ist.
Man lernt nie aus. Ich dachte bisher, gegen Alkohol sind alle
Kunststoffe resistent, weil verschüttete Schnapsgläser allerorten
vorkommen. ;-)
--
CU Christoph Maercker.
Peter Sauter
2012-03-20 05:10:17 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christoph Maercker
Post by Peter Sauter
Man kann dies einfach vermeiden in dem man passende Lösungsmittel wie
100% Isopropanol verwendet die keine Kunststoffe angreifen.
Welche Vorteile hat Isopropanol übrigens gegenüber dem verwandten
Ethanol? Letzteres habe ich in Form von Spiritus vorrätig.
Die Polarität ist geringer und damit die Fettlöslichkeit besser.
Allerdings nur wenn man auch wirklich einen Gehalt von 99% Ispropanol
verwendet und keine Wasser/Isopropanolmischungen. Darauf sollte man in
der Apotheke/Drogerie achten.
Peter Sauter
2012-03-20 05:15:54 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Sauter
Post by Christoph Maercker
Post by Peter Sauter
Man kann dies einfach vermeiden in dem man passende Lösungsmittel wie
100% Isopropanol verwendet die keine Kunststoffe angreifen.
Welche Vorteile hat Isopropanol übrigens gegenüber dem verwandten
Ethanol? Letzteres habe ich in Form von Spiritus vorrätig.
Die Polarität ist geringer und damit die Fettlöslichkeit besser.
Allerdings nur wenn man auch wirklich einen Gehalt von 99% Ispropanol
verwendet und keine Wasser/Isopropanolmischungen. Darauf sollte man in
der Apotheke/Drogerie achten.
Ergänzende sei nochmal auf die Polarität hingewiesen zur Einschätzung von
Lösungsmitteln und ihre Löslichkeit für bestimmte Stoffe
http://de.wikipedia.org/wiki/Polarität(Chemie).
Christoph Maercker
2012-03-20 15:32:54 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Sauter
Die Polarität ist geringer und damit die Fettlöslichkeit besser.
Bei der Gelegenheit sehe ich gerade, Isopropanol hat eine andere
Struktur als Ethanol und Propanol. Wieso heißt das Zeug einklich nicht
Isoethanol, es hat doch nur zwei C-Atome?
--
CU Christoph Maercker.
Michael Baeuerle
2012-03-20 16:20:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christoph Maercker
Bei der Gelegenheit sehe ich gerade, Isopropanol hat eine andere
Struktur als Ethanol und Propanol. Wieso heißt das Zeug einklich nicht
Isoethanol, es hat doch nur zwei C-Atome?
Propanol hat immer 3 C-Atome. Dadurch ergeben sich die beiden
Moeglichkeiten, dass die Hydroxylgruppe an einem der beiden Enden oder
am mittleren C-Atom sitzt. Bei Isopropanol ist wohl letzteres der Fall.


Micha
Peter Sauter
2012-03-21 05:14:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christoph Maercker
Post by Peter Sauter
Die Polarität ist geringer und damit die Fettlöslichkeit besser.
Bei der Gelegenheit sehe ich gerade, Isopropanol hat eine andere
Struktur als Ethanol und Propanol. Wieso heißt das Zeug einklich nicht
Isoethanol, es hat doch nur zwei C-Atome?
Das ist wie Michael B. schon schrieb falsch. Ispropanol hat 3 C-Atome.
Die "streng" korrekte Bezeichnung nach IUPAC-Regel ist Propan-2-ol
(sekundärer Alkohol). Durch die Ziffer wird die Position der
funktionellen Gruppe angegeben.
Die andere Variante ist Propan-1-ol (also am Ende der Propangruppe als
primärer Alkohol)).
Die IUPAC ist eine internationale Organisation und regelt weltweit die
unter anderem die Nomenklaturregeln für chemische Verbindungen seit
ihrer Gründung 1919. Der Begriff Isopropanol ist aber in unserem
Sprachraum so gängig das er hier verstanden wird.

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Isopropanol ist ein wirklich
hilfreiches Haushaltsmitel um fettige Rückstände zu entfernen aber
Kunststoffe nicht anzugreifen oder aufquellen zu lassen. Von daher kann
damit prima z.b. seinen PC-Bauteile oder Hifi-Anlage damit reinigen
(z.b. Tastatur, Cassettenköpfe etc.). Wie gesagt in Drogerien wird gerne
für kosmetische Zwecke eine 60%ige Isopropanol/Wassermischung verkauft.
Die ist aber wegen der hohen Polarität nicht zu empfehlen.
Jörg Tewes
2012-03-20 00:21:00 UTC
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Raw Message
Marcel Müller schrub
Post by Marcel Müller
Post by Holger
So konnte ich die Linse nur oberhalb mit einem
Wattestäbchen reinigen, obwohl andererseits keine Eintrübung zu
erkennen war.
Falls wirklich Schmutz darauf war, ist er jetzt eher noch
verschmiert. Da muss man schon mit Rückstandsfreien
Reinigungsmethoden ran. Z.B. Aceton und danach noch einmal ein
trockenes Stäbchen auf der Linse drehen, um den Rest aufzunehmen.
Aceton zerstört die vermutlich eingesetzte Kunstofflinse. Aus Glas
sind die schon länger nicht mehr.
Post by Marcel Müller
Achtung! Aceton reinigt zwar die Linse gut aber es frisst den
schwarzen Kunststoff des Pickups an. Also bitte /nur/ auf die
Linse.
Aceton frißt nicht nur *schwarzen* Kunstoff an. Ich wollte damit mal
den durchsichtigen Teil einer CD-Hülle von Klebstoff reinigen. Danach
war der Teil nicht mehr durchsichtig.


Bye Jörg
--
"And you Ambassador Mollari, what did you see?"
"Nothing. I saw nothing."
(Drazi and Londo, "The Fall of Night")
Christoph Maercker
2012-03-23 12:43:55 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jörg Tewes
Aceton frißt nicht nur *schwarzen* Kunstoff an. Ich wollte damit mal
den durchsichtigen Teil einer CD-Hülle von Klebstoff reinigen. Danach
war der Teil nicht mehr durchsichtig.
ACK, mir isses mit dem Deckel eines Plattenspielers passiert. Der
"Spiritus" roch etwas seltsam, allerdings nicht wie Aceton.
Möglicherweise wurde Aceton oder Benzin zur Vergällung reingekippt, noch
dazu mehr als die üblichen 2..4 Prozent.
--
CU Christoph Maercker.
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