Discussion:
Welches Brennprogramm?
(zu alt für eine Antwort)
Juergen Roesener
2016-12-19 14:04:46 UTC
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Raw Message
Hallo.
falls ich hier mit meiner Frage total falsch sein sollte, bitte ich
ggf. um einen Hinweis.

Zur Frage:

Wir haben ein neues Kassensystem und für die Aufbereitung der für das
Finanzamt vorgeschriebenen Daten eine passende CD.

Nun stellt sich heraus, dass das Programm beim Aufruf auf der CD im
Laufwerk besteht, was aber ziemlich umständlich ist, da wegen der
Menge der zu erfassenden Daten ein Teil während der Arbeitszeit und
ein Teil zuhause erledigt werden muss. Leider aber ist die Original CD
meistens nicht dort, wo sie gerade gebraucht wird.

Gibt es also eine Software, die die Daten der Original-CD ohne
Verluste auf eine Kopie übertragen kann, so dass auch diese beim
Programmaufruf akzeptiert wird? Nach meiner Erinnerung hatte ich
früher mal eine NERO Software, die das konnte, die aber zusammen mit
dem zugehörigen Rechner längst entsorgt wurde.

Ich sehe im Moment zwei Möglichkeiten: entweder es gibt eine solche
Brenner-Software oder ich kaufe eine zweite Original-CD für ne. 99
Euro. Die Kopiersoftware sollte nicht teurer sein, als das Original.

(Abgesehen davon gibt es bisher vom Kassenhersteller keine Antwort
darauf, ob Daten selbst mit zwei Original-CDs überhaupt abwechselnd
auf zwei verschiedenen Rechnern bearbeitet werden können / dürfen,
eine Dokumentation zur CD gibt's nicht.)

Gruß
Jürgen
Beate Goebel
2016-12-19 15:10:53 UTC
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Raw Message
Juergen Roesener schrieb am 19 Dez 2016
Post by Juergen Roesener
Ich sehe im Moment zwei Möglichkeiten: entweder es gibt eine
solche Brenner-Software oder ich kaufe eine zweite Original-CD für
ne. 99 Euro. Die Kopiersoftware sollte nicht teurer sein, als das
Original.
Probier mal ImgBurn. Kopiert ein Iso-Abbild.
http://www.imgburn.com/

Beate
--
"Im Usenet nach einem inoffiziellen Webforum zu fragen ist IMHO fast wie
wenn man einen Pfarrer nach dem naechsten Bordell fragen wuerde :-)"
[Bastian Lutz in <46e17970$0$4531$***@newsspool3.arcor-online.net>]
Juergen Roesener
2016-12-20 00:17:49 UTC
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Raw Message
Hallo Beate,
Post by Beate Goebel
Probier mal ImgBurn. Kopiert ein Iso-Abbild.
http://www.imgburn.com/
danke für den Tipp! Ich habe das Programm heruntergeladen, kann es
aber noch nicht mit der kopiergeschützten CD ausprobieren, weil diese
momentan natürlich genau dort liegt, wo ich sie erst morgen wieder
brauche. :-)

Jürgen
Bastian Lutz
2016-12-19 21:40:59 UTC
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Raw Message
Hallo Juergen!
Post by Juergen Roesener
Nun stellt sich heraus, dass das Programm beim Aufruf auf der CD im
Laufwerk besteht, was aber ziemlich umständlich ist, da wegen der
Menge der zu erfassenden Daten ein Teil während der Arbeitszeit und
ein Teil zuhause erledigt werden muss. Leider aber ist die Original CD
meistens nicht dort, wo sie gerade gebraucht wird.
Im Idealfall kopiert man die CD auf die Festplatte und installiert von
dort. Waere aber doof, wenn die sowas nicht bedenken.

1. CD-Emu-Software verwenden, die das ISO als Laufwerk mountet. Seit
Win8 oder 10 ist sowas bei Windows dabei. Daemon Tools, Virtual Clone
Drive & Co. waren da mal typ. Tools bzw. wirst sicher auch sowas als
Freeware & Co. in den div. Download-Katalogen der div. PC-Zeitschriften
finden[1]. Wenn deren Kopierschutz-Emus nicht gehen, gibt's z. T.
Programme, die die relevanten Binaer-Dateien durch Versionen ohne
Kopierschutz ersetzen - aber gut moegl. es das fuer "seltene" Software
nicht gibt. Aber natuerlich immer die Lizenzvereinbarungen beachten -
sind die nicht auf der CD bzw. in der installierten Software?

2. Wie 1. nur als Brennprogramm, das eben den Kopierschutz mitkopiert.

Bastian Lutz

PS: Wer seine ehrlichen Kunden dermassen schlecht behandelt wie das was
du gerade erwaehnt hast, den sollten die potenziellen Kaeufer IMHO meiden...

[1] Hab ich seit Jahren nicht mehr verwendet, inzwischen wurde ja der
Unsinn zu einem Teil gestoppt (auch OpenSource sei dank habe ich z. B.
ein Office-Programm ohne Kopierschutzmist) und zum anderen Teil auf
Internet-Aktivierungsunsinn umgestellt.
--
Wenn jemand irgendwas von Anonymitaet faselt, wenn er oder jemand
anderes (meist Newbies) darauf hingewiesen wurde, dass er einen Realname
verwenden sollte, hat er den Hinweis nicht richtig gelesen.
Juergen Roesener
2016-12-20 00:04:06 UTC
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Raw Message
Hallo Bastian,
Post by Bastian Lutz
Im Idealfall kopiert man die CD auf die Festplatte und installiert von
dort. Waere aber doof, wenn die sowas nicht bedenken.
Genau das mache ich eigentlich immer - will sagen, dass ich die
meisten Treiber- und Programm CDs ohnehin auf Festplatte oder NAS
kopiere und von dort aus installiere oder starte. Aber das
funktioniert in diesem Fall nicht.
Post by Bastian Lutz
Aber natuerlich immer die Lizenzvereinbarungen beachten -
sind die nicht auf der CD bzw. in der installierten Software?
Da ist überhaupt keine Dokumentation dabei und der Inhalt der CD hat
gerade einmal knapp 28MB. Die zu bearbeitenden Daten sollen über
serielle (!) Schnittstelle oder SD-Card angeliefert werden, wobei die
SD-Card aber in der Kasse formatiert worden sein muss, damit sie mit
dem Programm auf dem PC ausgelesen werden kann.
Post by Bastian Lutz
2. Wie 1. nur als Brennprogramm, das eben den Kopierschutz mitkopiert.
Das konnte nach meiner Erinnerung das NERO Programm - aber das habe
ich ja nun nicht mehr.
Post by Bastian Lutz
PS: Wer seine ehrlichen Kunden dermassen schlecht behandelt wie das was
du gerade erwaehnt hast, den sollten die potenziellen Kaeufer IMHO meiden...
Ja, maximale Umständlichkeit für ein Programm, welches nur Daten
konvertieren muss (davon aber eine Menge wenn ich dem Kassenverkäufer
glauben kann).

Danke und Gruß
Jürgen
Andreas Bockelmann
2016-12-20 06:15:11 UTC
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Raw Message
Post by Juergen Roesener
Hallo Bastian,
Post by Bastian Lutz
Im Idealfall kopiert man die CD auf die Festplatte und installiert von
dort. Waere aber doof, wenn die sowas nicht bedenken.
Genau das mache ich eigentlich immer - will sagen, dass ich die
meisten Treiber- und Programm CDs ohnehin auf Festplatte oder NAS
kopiere und von dort aus installiere oder starte. Aber das
funktioniert in diesem Fall nicht.
Das Programm würde ich meiden wie der Teufel das Weihwasser. Es könnte
sein, dass das vom Hersteller beabsichtigt ist und die CD ggf.
"kopiergeschützt" ist. Nach dem EU-"Recht" braucht das Wort da nur
draufzustehen. Alleine hier danach zu fragen, wie man diesen
"Kopierschutz" aushebeln kann, könnte man Dir schon negativ ankreiden.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
F/V +49-3221-1143516
Juergen Roesener
2016-12-20 08:29:35 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Bockelmann
Das Programm würde ich meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Das geht leider nicht, denn es ist das einzige, welches die
gerätetypischen Einträge der Kasse in ein vom Finanzamt akzeptiertes
(und vom Steuerprüfer ohne Umstände lesbares) Format konvertiert.
Post by Andreas Bockelmann
Es könnte sein, dass das vom Hersteller beabsichtigt ist und die
CD ggf. "kopiergeschützt" ist.
Beabsichtigt dürfte das möglicherweise sein, aber weder auf der völlig
unbedruckten Verpackung, noch auf der CD selbst befindet sich ein
entsprechender Hinweis. Was sich in einem eventuellen readme.txt
befindet, der erst nach Öffnen der Originalverpackung und Installation
lesbar wird, hat nach meiner Erinnerung keine rechtliche Relevanz.
Aber da muss ich vorsichtig sein - ich bin kein Jurist.

Nebenbei: ich habe noch eine uralte NERO-CD Essentials in ungeöffneter
Verpackung gefunden. Die könnte ich auch mal ausprobieren.

Gruß
Jürgen
Hergen Lehmann
2016-12-20 11:07:15 UTC
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Raw Message
Post by Juergen Roesener
Beabsichtigt dürfte das möglicherweise sein, aber weder auf der völlig
unbedruckten Verpackung, noch auf der CD selbst befindet sich ein
entsprechender Hinweis.
Das ist auch nicht erforderlich - Urheberrecht ist hierzulande nicht von
irgendwelchen Deklarationen abhängig, sondern gilt automatisch. Kopien
sind *grundsätzlich* nur dann erlaubt, wenn vom Urheber genehmigt oder
von einer gesetzlichen Schrankenregelung erfasst (Backup, *private* und
wissenschaftliche Zwecke).

Und im gewerblichen Umfeld kann es - im Gegensatz zum Privatbereich -
auch ganz real zu empfindlichen Schadensersatzforderungen kommen.
Post by Juergen Roesener
Was sich in einem eventuellen readme.txt
befindet, der erst nach Öffnen der Originalverpackung und Installation
lesbar wird, hat nach meiner Erinnerung keine rechtliche Relevanz.
Durchlesen solltest du die eventuelle Textdateien trotzdem, denn darin
könnte die entscheidende Erlaubnis stecken, unter bestimmten Umständen
auch mit einer Kopie zu arbeiten (z.B. wenn sicher gestellt ist, das nie
beide Instanzen gleichzeitig in Benutzung sind).

Ansonsten halt Notebook. Dann sind Datenträger und zugehöriger PC immer
am selben Ort.

Oder im Zeitalter des Internet Fernsteuerung des dienstlichen PC von zu
Hause aus. Auch da sollte es rechtlich nichts zu beanstanden geben.

Hergen
Juergen Roesener
2016-12-20 13:32:41 UTC
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Raw Message
Post by Hergen Lehmann
Post by Juergen Roesener
Beabsichtigt dürfte das möglicherweise sein, aber weder auf der völlig
unbedruckten Verpackung, noch auf der CD selbst befindet sich ein
entsprechender Hinweis.
Das ist auch nicht erforderlich - Urheberrecht ist hierzulande nicht von
irgendwelchen Deklarationen abhängig, sondern gilt automatisch. Kopien
sind *grundsätzlich* nur dann erlaubt, wenn vom Urheber genehmigt oder
von einer gesetzlichen Schrankenregelung erfasst (Backup, *private* und
wissenschaftliche Zwecke).
Meine Frage war einer gewissen Panikreaktion geschuldet. Zuerst wollte
sich der Steuerberater kundig machen, welche Kasse wir denn nun kaufen
sollen. Wegen der neuen gesetzlichen Regelungen zum 1. Januar 2017
trieben sich seiner Meinung nach zu viele unseriöse Anbieter herum,
die den Zwang zum Wechsel ausnutzen würden. Als er sich dann für eine
kleine Auswahl an Möglichkeiten entschieden hatte, stellte sich
heraus, dass alle Lieferanten Lieferzeiten hatten, die weit ins
kommende Jahr reichen - bis auf eine Ausnahme, die noch vor
Weihnachten liefern konnte. Da kam uns zugute, dass es sich exakt um
das gleiche Modell handelte, welches wir zur Zeit im Gebrauch haben -
mit dem einzigen Unterschied, dass es die Anforderungen des Fiskus in
Bezug auf die Dokumentationspflichten erfüllt.

Teil 2: So groß können die Datenmengen nicht sein, wenn eine 4GB
Speicherkarte (angeblich) die Daten mehrerer Jahre aufnehmen kann. Wir
haben vorerst einmal eine der vorgeschriebenen SD-Karten mit 32GB
gekauft; die sollte für den Rest der Geschäftstätigkeit ausreichen...

Teil 3: Nachdem sich herausgestellt hat, dass das (ehemals für einen
anderen Zweck benötigte) serielle Kabel um 1 Meter zu kurz ist, um vom
PC zur Kasse zu reichen, bleibt die Lösung mit dem Notebook und einem
USB-seriell Adapter. :-) Wie wir heute bemerkt haben, bietet die frei
verfügbare Software zur Datenpflege (also nicht der steuerlichen
Belange) lediglich die Anbindung per Kabel an; von Datenaustausch per
SD-Karte ist dort nicht mehr die Rede.

Also Sturm im Wasserglas? Ich weiß es nicht. Einerseits besteht der
Steuerberater darauf, dass die neue Kasse am 2. Januar 2017
einsatzbereit ist, andererseits werden von diversen Firmen noch immer
Kassen angeboten, die erst ab März 2017 lieferbar sind, was nach
_deren_ Aussage fiskalisch unbedenklich sein soll.

Ganz nebenbei: wie alt die grundlegende Konstruktion der Kasse ist,
zeigt sich daran, dass noch immer eine Funktion zur automatischen
Konvertierung von DM- zu Euro-Preisen enthalten ist. :-)

Gruß
Jürgen
Ulrich F. Heidenreich
2016-12-20 15:02:10 UTC
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Post by Juergen Roesener
Ganz nebenbei: wie alt die grundlegende Konstruktion der Kasse ist,
zeigt sich daran, dass noch immer eine Funktion zur automatischen
Konvertierung von DM- zu Euro-Preisen enthalten ist. :-)
Auch mal ganz nebenbei und auch mit :-)

Was die Frage nach dem Brennprogramm angeht: Ich klicke einfach in der
Laufwerksverwaltung auf "CD/DVD-Anwendung öffnen". Wähle dort "CD/DVD
kopieren" und als Ziel ein *.iso. Anschließend nehme ich die Quell-CD
raus, lege eine leere ein, klicke rechts aufs geradesoeben erstellte
*.iso und wähle "Auf CD/DVD schreiben".

Was fürn Programm da werkelt und woher ich es bekommen habe, tangiert
mich dabei nur periphär. Es heißt - glaube ich - "Brasero". Also wird
wohl im Kohlebecken gebrannt :-p

SCNR,
Ulrich












































Und mal ganz ohne Flachs: Es zahlt sich immer mehr aus, sich für solche
und andere "hinterlistige" Zwecke einen Pinguin zu halten. Nix zukaufen,
einfach machen!
Juergen Roesener
2016-12-20 18:47:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ulrich F. Heidenreich
Was fürn Programm da werkelt und woher ich es bekommen habe, tangiert
mich dabei nur periphär. Es heißt - glaube ich - "Brasero". Also wird
wohl im Kohlebecken gebrannt :-p
Normalerweise brenne / kopiere ich nichts auf CDs, abgesehen von ganz
seltenen Audio-CDs fürs Auto mit iTunes. Meine Spindel mit 50
Rohlingen ist 6 1/2 Jahre alt und noch immer nicht leer. Einen Teil
habe ich durch Fehlbrände verloren, der Rest dürfte inzwischen
überaltert sein.

Deshalb, also mangels Bedarf, habe ich mich bisher auch nicht weiter
um Brennprogramme gekümmert.

Gruß
Jürgen

Detlef Wirsing
2016-12-20 11:52:29 UTC
Permalink
Raw Message
[...]
Post by Juergen Roesener
Post by Andreas Bockelmann
Es könnte sein, dass das vom Hersteller beabsichtigt ist und die
CD ggf. "kopiergeschützt" ist.
Beabsichtigt dürfte das möglicherweise sein, aber weder auf der völlig
unbedruckten Verpackung, noch auf der CD selbst befindet sich ein
entsprechender Hinweis.
[...]

Wenn auf der Verpackung nicht auf einen Kopierschutz hingewiesen wird,
ist sie sicher nur defekt. Ich finde, niemand kann Dir vorwerfen, von
dieser defekten CD eine Sicherheitskopie anzufertigen, solange sie
überhaupt noch lesbar ist.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing
Juergen Roesener
2016-12-20 13:35:20 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Detlef Wirsing
Wenn auf der Verpackung nicht auf einen Kopierschutz hingewiesen wird,
ist sie sicher nur defekt. Ich finde, niemand kann Dir vorwerfen, von
dieser defekten CD eine Sicherheitskopie anzufertigen, solange sie
überhaupt noch lesbar ist.
Auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen. :-)

Aber wie in meinem anderen Beitrag erwähnt, werden wir jetzt ein
Notebook benutzen, womit sich die Anfertigung einer Kopie erübrigt.

Gruß
Jürgen
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